21. November 2018
13. Kislev 5779

18 basar modul

G'ttesdienste in der Winterzeit

Erew Schabbat: 18.00 Uhr
Schabbat Morgen: 9.30 Uhr

Buchempfehlung

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Rabbiner Jonah Sievers

Liebe Beterinnen und Beter,

wieder ein Jahr, das im Flug verging. Ich glaube mir einzubilden, dass in meiner Jugend die Jahre auch nur so dahinflogen, aber dass die Veränderung sich damals kleiner anfühlten und erst in der Rückschau mehrerer Jahre richtig zu erkennen und zu bewerten waren und sind. Selbst wenn dies nur eine Einbildung ist, so scheint dieser Eindruck für die heutige Zeit nicht mehr zuzutreffen. Die Welt verändert sich vor unseren Augen in rasantem Tempo und es bedarf nicht des Abstandes mehrerer Jahre, um dies zu erkennen.

Das betrifft natürlich alle Menschen hier in unserer Stadt und in diesem Land, aber gerade die letzten Monate zeigen, dass sich das Klima für uns Juden besorgniserregend verändert hat. Was früher als unaussprechlich galt, ist heute wieder salonfähig. Es ist keine Entwicklung, die die Gemüter beruhigt, und so gehen wir nun mithin in ein ungewisses Jahr 5779.

Obgleich wir in unruhigeren Zeiten leben, bleibt es stets unsere Aufgabe, beginnend mit Rosch HaSchana, sich mit uns selbst, mit unserem Verhältnis zu G’tt, mit unserer Tradition, mit unserem Verhältnis zu unseren Nächsten auseinanderzusetzen, um so dennoch gestärkt ins neue Jahr zu gehen. Gestärkt in unserer jüdischen Identität und gestärkt in unserem Verhältnis zu unseren Nächsten. Auch wenn die Welt verrückt zu spielen scheint, soll man dies nicht einfach nur so über sich ergehen lassen. Wenn wir Tikkun Olam ernst nehmen, so sind die Hohen Feiertage eine Chance, sich für diese Aufgabe zu wappnen.

Unsere Synagoge hat im vergangenen Jahr versucht, ihre Aktivitäten weiter zu entwickeln, um die Synagogengemeinschaft zu stärken. Der Kinderchor, geleitet von unserer Organistin und Chorleiterin Regina Yantian, hat das Synagogenleben bereichert und zeigt schon früh unserer Jugend die Schönheit unserer Tradition. Wir haben verschiedene Aktivitäten für Groß und Klein angeboten. Insbesondere sei hier an unseren herrlichen Chanukka-Basar erinnert, der die Beterschaft wirklich alljährlich zusammenbringt. Der nächste findet übrigens am 18. November statt.

In Zukunft werden wir dies noch besser leisten können, denn ab November wird unser Kidduschraum sowie sein Zuweg von Grund auf renoviert. Es ist gelungen hierfür eine große Spende einzuwerben.

Weitere Projekte für die Zukunft beinhalten die Renovierung der Jugendräume und den Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit - in Zusammenarbeit mit unserem Jugendzentrum. Über Unterstützung für diese Projekte sind wir dankbar!!!

Ich danke von ganzem Herzen unseren Gabbaim, unseren Kantoren Isaac Sheffer, Simon Zkorenblut und Gabriel Loewenheim, unserer Organistin Regina Yantian, den Mitgliedern unserer Chöre, sowie allen Beterinnen und Betern, die zum Wohle der Synagoge und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin so großartige Arbeit geleistet haben.

Ihnen allen wünsche ich ein schönes, erfolgreiches und gebenschtes Jahr 5779.

Ihr

Jonah Sievers