24. September 2017
4. Tishri 5778

 

Buchempfehlung

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G'ttesdienste in der Sommerzeit

Erew Schabbat: 19.00 Uhr
Schabbat Morgen: 9.30 Uhr

Ellen Bussert und Henryk Birnbach

In der Synagoge ist es wie zu Hause: Was man daran hat, weiß man erst,
wenn man woanders war oder wenn Besucher uns durch ihre Reaktionen
und Komplimente zeigen, was für ein wunderbares Haus wir haben.
Was für sie ein Highlight ist, erscheint uns meistens als alltäglich. Das ist
menschlich und verständlich. Man läuft nicht ständig mit dem Geschichts-
buch unterm Arm herum und macht sich bewusst, welch fantastische
Tradition und was für ein wertvolles Erbe wir haben. Die Vorbereitung
der 60-Jahr-Feier bot Gelegenheit, das Bewusstsein für unser „Zuhause”
zu schärfen. Fazit: Respekt für die Menschen der ersten Stunde.

Wir dürfen stolz sein auf ihren Lebensmut und ihre Energie in einer
unvorstellbar schweren Zeit. 1947 diese Synagoge wieder zu eröffnen
war eine Leistung. Durch ihre Liturgie, in
der Tradition der Neuen
Synagoge, hat unsere Synagoge in 60 Jahren international Anerkennung
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erlangt. Wir sehen es als Verpflichtung, diese Tradition zu bewahren und
das Profil der Pestalozzistraße als der liberalen Synagoge Berlins zu
stärken.
Nach unserem Verständnis bedeutet ‚liberal’ nicht weniger zu tun,
sondern mehr. Nicht weniger Mitzwot zu erfüllen, sondern diese, auf der
Grundlage progressiver Halacha und liberalen Thoraverständnisses,
aktiv und Sinn erfüllt zu leben.

Dieses mehr Tun im Synagogenleben bedeutet aber auch eine Vielzahl
von
Aktivitäten, insbesondere für Kinder, der Zukunft unserer
Synagoge: Bar- und Bat-Mitzwa-Kurse, Programme zu Purim und an
Chanukka mit Trendelspielen, Puppentheater sowie Spiel- und
Bastelnachmittage.

Zu den Hohen Feiertagen bieten wir Kinder-Betreuung an. Fest zur
‚Tradition’ gehört sicherlich auch unser süßes Markenzeichen, die Tafel
Schokolade nach dem Kiddusch am Freitagabend.
Daneben bietet unsere Synagoge viel Raum für Geselligkeit. Beliebt und
gut besucht sind unsere Kidduschim, oftmals üppig und großzügig von
der Beterschaft gesponsert. Hier trifft man sich am Schabbatmorgen
nach dem G´ttesdienst: Jung und Alt, Alteingesessene und neue
Mitglieder, auswärtige Gäste und wieder Zurückgekehrte.